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Mittwoch, 8. Februar 2023

TÜV Rheinland: Erstes umfassendes Zertifikat für nachhaltige Rechenzentren / Zertifikat „Sustainable Data Center“ testiert Nachhaltigkeit / Rechenzentren müssen bis 2027 klimaneutral sein

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Köln (ots) –

Rechenzentren in Deutschland benötigen im Jahr etwa 16 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das ist mehr als der jährliche Stromverbrauch von Berlin. Nachhaltigkeit ist daher für die über 50.000 Rechenzentren hierzulande eine zentrale Herausforderung, zumal sie nach den Plänen der Bundesregierung bis 2027 klimaneutral sein müssen. TÜV Rheinland hat mit „Sustainable Data Center“ das erste umfassende Zertifikat erarbeitet, das den nachhaltigen und klimaneutralen Betrieb von Rechenzentren zertifiziert. „Bislang fehlte es an einheitlichen Standards für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz,“ sagt Olaf Seiche, Leiter Zertifizierungen bei TÜV Rheinland. „Das Zertifikat „Sustainable Data Center“ schließt diese Lücke. Die auf eine nachhaltige Optimierung ausgerichtete Zertifizierung hilft der Digital-Branche, ihren eigenen hohen Ansprüchen sowie den Anforderungen der Politik an Klimaneutralität gerecht zu werden“, ergänzt Seiche.

Steigender Strombedarf bei Rechenzentren

Immer mehr digitale Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft führen dazu, dass die Zahl der Rechenzentren bis 2025 um mehr als 20 Prozent zunehmen wird. Damit steigt auch deren Stromverbrauch. Experten rechnen bis 2030 mit einem jährlichen Zuwachs zwischen 3,5 und 5 Prozent.

Umfassendes Audit

Die Nachhaltigkeitszertifizierung „Sustainable Data Center“ ist für Rechenzentren ein unabhängiger Nachweis, dass die gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und CO2-Emissionsausstoß erfüllt werden. Die Experten von TÜV Rheinland prüfen bei ihren Audits Aspekte, die für den Betrieb relevant sind. So werden unter anderem der Standort betrachtet, die Hardware-Effektivität, die Energieeffizienz einzelner IT- Komponenten, die Elektro- und Klimatechnik des Rechenzentrums, die Nutzung von Abwärme und Wasser oder das CO2-Management. Zum Abschluss des Audits erhält der Betreiber das Zertifikat „Sustainable Data Center“. „Das Zertifikat enthält auch eine detaillierte Auswertung, mit der die Nachhaltigkeitsstrategie permanent optimiert werden kann“, erklärt Olaf Seiche.“

Permanente Optimierung

Die kontinuierliche Verbesserung und Überprüfung des nachhaltigen Betriebs kann darüber hinaus durch regelmäßige Audits unterstützt werden.

Bei der Entwicklung dieses Zertifikats hat TÜV Rheinland eng mit dem Kölner Unternehmen High Knowledge zusammengearbeitet, einem Spezialisten für die nachhaltige Planung von Rechenzentren. „Für Betreiber ist es wichtig, dass sie mit der Zertifizierung einen genauen Überblick über den Ist-Zustand und die erforderlichen Maßnahmen erhalten. Nur so können Rechenzentren die gesetzlichen Vorgaben der Nachhaltigkeit und Klimaneutralität erreichen und dauerhaft „, sagt Harry Knopf, Geschäftsführer von High Knowledge.

Über TÜV Rheinland

150 Jahre im Zeichen der Sicherheit: Seit 1872 stellt sich TÜV Rheinland der Aufgabe, Technik für Mensch und Umwelt sicher zu machen. Von der Dampfmaschine bis zur Digitalisierung – aus den Anfängen als „Verein zur Überwachung der Dampfkessel in den Kreisen Elberfeld und Barmen“ ist ein weltweit tätiger Prüfdienstleister geworden, der in nahezu allen Wirtschafts- und Lebensbereichen für Sicherheit und Qualität sorgt. Diese Verantwortung verbindet heute mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 2 Milliarden Euro. Die Expertinnen und Experten von TÜV Rheinland prüfen rund um den Globus technische Anlagen und Produkte, begleiten Innnovationen in Technik und Wirtschaft, trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards. Mit Sicherheit und Nachhaltigkeit gestaltet TÜV Rheinland auch die Zukunft. Seit 2006 ist TÜV Rheinland deshalb Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Website: www.tuv.com

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Quelle: ots

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