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Mittwoch, 24. Juli 2024

Kannibalismus im Tierwohl-Schweinestall

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Sulingen, Berlin (ots) –

Schweine werden im Stall von ihren Artgenossen aufgefressen. Sie waten zentimeterhoch durch ihren eigenen Kot und leiden an schmerzhaften, unbehandelten Abszessen. Diese Zustände wurden August 2023 in einer „Tierwohl“-Schweinemast mit gehobener Haltungsform 4 in Sulingen (Niedersachsen) dokumentiert. Spiegel TV berichtete gestern exklusiv mit dem Videomaterial von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA).

Animal Rights Watch stellt Ihnen kostenlos das Foto- und Filmmaterial zur Verfügung.

Die Bilder von August 2023 aus einer Schweinemast in Sulingen (Niedersachsen, Kreis Diepholz) sind erschütternd: Ein totes Schwein liegt, halb von den eigenen Artgenossen aufgefressen, in der Mastbucht. Ein weiteres angefressenes Tier findet sich in der Kadavertonne. Viele Schweine leiden an schmerzhaften, unbehandelten Abszessen und Infektionen am Bauch. Im hinteren, extrem verdreckten Mastbereich drückt der Kot schon aus den Spaltenböden nach oben. Der Betreiber sagt in eigenen Werbevideos über seinen Betrieb, das sei „Stallhaltung 4+“. Das Fleisch wurde als „glückliche Strohschweine“ über eine lokale Metzgerei vermarktet.

„‚Bessere Haltungsform'“ oder ‚Tierschutz-Betrieb‘, das mag gut klingen. Tatsächlich bedeutet es aber das gleiche Tierleid wie anderswo auch. Das zeigen die aktuellen Bilder deutlich“, so Sandra Franz. Auch in diesen Anlagen leben die Schweine auf harten Betonspaltenböden und ohne jede Möglichkeit, im Schlamm zu suhlen, im Boden zu wühlen oder andere artgemäße Verhaltensweisen auszuleben. „Hinzu kommt schwerster Kannibalismus“, ergänzt Sandra Franz. Für Animal Rights Watch steht fest: „Tierwohl“ ist ein leerer Marketingbegriff, der Konsument*innen ein gutes Gewissen beim Einkauf bescheren soll. Wer es hingegen mit dem Wohl der Tiere ernst meint, lässt sie leben und ernährt sich einfach vegan.

Unter folgendem Link finden Sie Fotos aus der Recherche, die Sie mit dem Quellenhinweis „Animal Rights Watch“ im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung verwenden können:

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Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse an Video-Material.

Pressekontakt:
Sandra Franz, Tel.: 01577-6633353, E-Mail:
[email protected]
Original-Content von: Animal Rights Watch e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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