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Sonntag, 19. Mai 2024

Biokraftstoffe: Nachhaltige Flächennutzung statt Flächenverbrauch

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Berlin (ots) –

Die Diskussion um das Verbot von Pkw-Verbrennungsmotoren ist auf nationaler und europäischer Ebene in vollem Gange. Eng verbunden ist damit die Frage, ob technologisch ausschließlich auf Elektroantriebe gesetzt werden sollte, um einen nachhaltigen und weitestgehend CO2-neutralen Individualverkehr zu ermöglichen. Neben eFuels, deren Produktion noch über Jahre hinweg ausgebaut werden muss, sind Biokraftstoffe eine bereits im Kraftstoffmarkt eingeführte Maßnahme zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs, die in quantitativ relevanten Mengen verfügbar sind. Alleine 2021 konnten durch die Beimischung von bis zu 7 Prozent Biodiesel und bis zu 10 Prozent Bioethanol in Deutschland amtlich bestätigt über 11 Mio. Tonnen CO2eq eingespart werden. Kritiker dieses etablierten und als nachhaltig zertifizierten Einsatzes von Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse sprechen dabei häufig von „Flächenverbrauch“, wenn es beispielsweise um die Verwendung von Raps als Rohstoff für die Biodieselproduktion geht.

Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass von Flächenverbrauch für die Biokraftstoffproduktion keine Rede sein könne. „Raps ist die wichtigste heimische Ölpflanze und sie wird niemals ausschließlich für die Herstellung von Biokraftstoffen ‚verbraucht‘. Statt Flächenverbrauch sollte vielmehr von einer nachhaltigen und umfassenden Flächennutzung gesprochen werden, denn jeder der rund 1,2 Mio. Hektar Raps, die derzeit auf deutschen Äckern wachsen, liefert nicht nur Öl, sondern in noch größerem Umfang hochwertiges Protein“, so Arens. Jeder Liter Rapsöl, unabhängig von seiner Verwendung als Speiseöl oder Energieträger, trägt so in erheblichem Maße auch zur Ernährung von Nutztieren bei, die wiederum in Form von Fleisch und Milchprodukten sowie Eiern zur Humanernährung beitragen. Welche positiven Effekte damit zusätzlich verbunden sind, erläutert Stephan Arens: „Es wird bei der Diskussion über Biokraftstoffe gerne übersehen, dass hierzulande angebauter und verarbeiteter Raps in erheblichem Umfang importiertes Sojaschrot ersetzt. Da in der EU ausschließlich Saatgut angebaut werden darf, das nicht gentechnisch modifiziert wurde, wird so auch eine GVO-freie Milch- und Fleischproduktion ermöglicht.“

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Quelle: ots

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